"Selbsthilfe"


Liebe betroffene Eltern!
Liebe Angehörige!
Liebe Mitmenschen!

Wenn Sie bei Nacht den Himmel anschauen, wird es ihnen sein, als lachten alle Sterne, weil einer ihrer Lieben auf einem von ihnen wohnt. (frei nach A. de St.-Exupery)


So glaubt und hofft die Gruppe „Sternenkinder Ahlen", die Eltern betreut, die ihr Kind während der Schwangerschaft, unter der Geburt oder in der frühen Lebenszeit verloren haben.

2002 gründete sich der Verein "Sternenkinder Ahlen", um betroffenen Eltern, die ihr Kind nicht beerdigen konnten oder anonym bestattet haben, einen Ort der Trauer und den Kindern einen würdigen Ort ihres Lebensendes zu geben. 2011 löste sich der Verein nach Erreichung seiner Ziele auf und kehrte zur reinen Selbsthilfe zurück.

Wie wichtig diese Stätte für Eltern ist, zeigte sich Allerheiligen 2004. Es war ein ergreifendes Bild. Ein Kerzen- und Blumenmeer schmückte den Gedenkplatz.
Wer die Gedenkstätte aufsuchen möchte, findet sie auf dem Kindergräberfeld des Ahlener Westfriedhofes am Konrad-Adenauer-Ring.

Sie haben sogar die Möglichkeit einen kleinen Bronzestern an der Skulptur anbringen zu lassen, dazu melden Sie sich bitte bei Sabine Giesecke-Helweg.
Dies gilt besonders für Eltern, die ihr Kind vor vielen Jahren verloren haben, denn früher war es nicht üblich, so kleinen Kindern ein eigenes Grab zu geben. Doch auch nach langer Zeit kann Trauer noch gegenwärtig sein.
Aus dieser wichtigen Aufgabe, aus dem Wissen um Trauerarbeit und aus eigenen traurigen Erfahrungen wuchs die Motivation, weiterhin betroffenen Eltern in ihrem Schicksal beizustehen.

Die Selbsthilfebetreuung wird von Müttern und Vätern in Anspruch genommen, die ihr Kind durch eine sogenannte Fehlgeburt, Totgeburt oder frühen Kindstod verloren haben. Hier erleben sie, wie andere Eltern mit ihrer Trauer umgehen und zum Lebensalltag zurück gefunden haben. Die Häufigkeit und Form der Betreuung erfolgt nach Absprache mit Sabine Giesecke-Helweg und ist individuell.

Angehörige, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn sind oft sehr unsicher, wenn in ihrem nächsten Umfeld ein so kleines Kind im Mutterleib oder in sehr frühem Lebens­alter verstirbt. Sie wissen nicht, wie sie sich den Eltern gegenüber verhalten sollen. Gerade Großeltern leiden mit. Sie trauern um ihr Enkelkind und sorgen sich um ihre Tochter oder ihren Sohn. Auch für diesen Personenkreis sehen wir uns als Ansprech­partner.
Wir bieten das Gespräch auch gerne Menschen aus medizinischen, seelsorgerischen, gesellschaftlichen und politischen Arbeitsfeldern an, eben allen, die sich um ihre Mitmenschen sorgen.

"Die Sternenkinder"